Der Palácio Nacional da Pena

Es war einmal, in einem weit, weit entfernten Königreich, am äußersten Rande des uns bekannten Europas, eine Familie mit zwei Kindern. Diese vier Hitzköpfe hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das bunteste Schloss 🏰 des Landes zu besuchen, um dort zu… gucken und Fotos zu schießen. 🤓📸
Doch als sie aus ihrer blauen, motorisierten Kutsche stiegen, starrten sie auf einen riesigen Berg und ihr Ziel erschien unerreichbar. 😫🏔
Nachdem sie den, bestimmt nur Touristen abzockenden, sicherlich inoffiziellen Parkplatz-Einweiser bezahlt hatten 💰, fingen sie mit ihrem Aufstieg an. Und es war der größte der Söhne, der da meinte:
„Papi, des is’ aber anstrengend!“
Und Papi sprach:
„Ja, man merkt gleich die deutlich höhere Luftfeuchtigkeit hier. Das erste Mal Schwitzen in Portugal…“ 😓
Die Familie durchquerte die Siedlung am Fuß des Berges und war überrascht von den vielen Reisenden, zu so früher Stund’. Dabei hatten sie sich extra früh hierher gequält, weil sie doch schon auf TripAdvisor von dem hohen Zulauf auf das Schloss gelesen hatten. Verdammt und zugenäht! 😱
Sie gingen vorbei an Stadtwachen, an geschäftigen Marktständen (eigentlich Häuser, aber das passt besser zum Märchen 😜) und an zauberhaften Kutschen (wirklich Kutschen! 😁). Man sah der Siedlung an, dass ihre Bewohner es vor Allem auf die Goldtaler der Reisenden abgesehen hatten. Zu hoch war der Anteil der Marktleute und zu gering die Zahl der einfachen Bauern. 💸
Schließlich, nach langer, langer Wanderschaft, erreichte die Familie ein großes Schild, auf dem der Weg zu dem Märchenschloss aufgemalt war. Und das magische Schild sprach:
„Hier bist du! Da ist das Schloss! Und es liegt noch 1 Stunde Fußmarsch dazwischen!“ 😰
Groß war das wehklagen der Kinder und noch größer die Enttäuschung der Eltern, die Mal wieder ein gewisses Detail der Tagesreise überlesen hatten… 😅
Doch in der Stunde größter Not, erscheint in jedem Märchen ein tapferer Prinz 👑, auf seinem weißen Ross und rettet die Menschen aus ihrer misslichen Lage. So auch hier, in der unsrigen Geschichte. 📜 Es war ein Prinz von einheimischen Geblüt, der die Verzweiflung in den Augen der Eltern sah. Er bot ihnen an, für wenig Gulden, sie und ihre Kinder den Berg hinauf zu fahren. „Doch wisset“, meinte er, „es sei mir nicht vergönnt euch bis vor die Tore zu fahren, denn ich besitze keine Kindersitze und die Stadtwachen würden mich einkerkern 🗡🛡, erführen sie, dass ich eure Kleinen mit mir nehme. So steiget bitte etwas früher aus und wir werden alle glücklich sein.“ 😃
Und so fuhr die Familie mit dem Prinzen, in seinem weißen, französischen Ross, das den Namen „Ente“ trug. Das Ross, das eine Ente war, wehklagte lautstark, als es seine Fracht den steilen Berg hinauf hievte, doch nach holpriger Fahrt, durch finsteren Dschungel, über Stock und Stein, vorbei an tiefen Abhängen, erreichten unsere Abenteurer ihr Ziel 🏁 – fast natürlich, weil sie ein paar Hundert Meter vorher aussteigen mussten, da sie sonst von den königlichen Wachen eins auf den Deckel bekommen hätten. 😉 Hoch lebe der portugiesische Trotz gegenüber dem Gesetz!
Und fortan möchte ich die Geschichte wieder in normalem Wortlaut erzählen, damit dir nicht der Kopf rauche, oder die Galle zu Halse steigt. 😁

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