Einmal Hin und Zurück

Man weiß erst was man hat, wenn man es verliert! 🤓
So könnte man am Besten unsere Abreise im November aus dem Castelo Branco Bezirk beschreiben. Unser Ersteindruck dieser Gegend war damals: zu viele alte Leute, völlig ausgestorben, kaum Kinder, zu weit weg vom Meer, einfach zu sehr „ab vom Schuss“. 😒
Tjaja… So läuft’s im Leben! 😅
Man plant sorgfältig und alles kommt völlig anders!
Ich hatte auch immer gesagt – vor 30 keine Kinder… Jetzt bin ich frische 30 und hab sogar schon zwei davon. 😭🙃
Damals, als wir noch in Deutschland saßen und uns unsere rosige Zukunft zusammenreimten, sah ich auf die Landkarte und sagte:
„Also nach Castelo Branco bekommen mich keine zehn Pferde. Das ist viel zu weit weg von Allem. So weit weg vom Meer. So weit weg von Lissabon, Leiria, Coimbra und Porto. Nein! Dahin schonmal nicht!“ 😂
Trotz all diesen „Plänen“ und unserem Ersteindruck von Castelo Branco, waren wir doch jede Fahrt in dieser Umgebung damit beschäftigt, staunend aus dem Fenster zu schauen. 😍 Wir konnten uns gar nicht satt sehen, an der schönen Landschaft und der vielen Natur. 🌲🌳🌴🌵
Anders wurde das, als wir in den Westen Portugals fuhren – der Silberküste.
Hier sagte ich schon auf der ersten Fahrt nach Mafra, dass es mir nicht gefällt. Zu zugebaut. 🏢 Keine Natur, überall nur Siedlungen, große Felder und Eukalyptus-Wälder…
Und dieser Eindruck verstärkte sich bei jeder Fahrt entlang der Silberküste. Alles voll! Bäh! 💩
Man war wieder zurück in der „Zivilisation“! Mit all ihren Vor- und Nachteilen. Klar, hier gibt’s wieder hundert Läden mit tausend Waren. Jede Menge Restaurants und mehr Möglichkeiten der Zerstreuung. 🤑
Aber diese plötzliche Rückkehr in die Menschenmassen machte auch deutlich, wie extrem die Ruhe, bzw. die Hektik der Umwelt auf einen selbst einwirkt. Und in diesem Fall war es eindeutig Hektik. Babs und ich hatten einen ständigen Grundpegel an Stress – und die Kinder waren wie ausgewechselt. Teufelsbraten wäre ein Untertreibung gewesen. 👹
Sehr, sehr schnell vermissten wir Castelo Branco und die Ruhe dort! 😥
Blöd, blöd nur, dass das so weit weg vom Meer ist. Wir liebten das Meer – ich schon immer ⛵ und so lange in der Nähe des Großen Blaus, lernte auch Babs die Weite und die Wellen zu schätzen. ☺
Aber was ist so ruhig und natürlich wie Castelo Branco, aber immer noch in der Nähe des Meeres?
Tja, Algarve ganz, ganz sicher nicht! 😆
Wir suchen nicht den Weg in ein neues, natürlicheres Leben, um dann zwischen Touristen und Luxus-Rentnern zu leben. 😏
Von einigen Bekannten wurde mir dann schließlich die Gegend zwischen Odemira und Aljezur empfohlen. Also Beja’s Küste. Erzählungen machten mich neugierig, also recherchierte ich alle möglichen Bilder und Videos über die Umgebung – und es gefiel mir sehr, sehr gut! 😍
Trotz der Nähe zum Touri-Zentrum im Süden, sollen sich die Urlauber aber gar nicht so weit „hoch“ wagen. Also hat man Ruhe, Natur und Meer! Top! Meins! 🤗
Tjaja… Aber es gab da so einige Faktoren, die auch diesen Plan über den Haufen warfen.
Zum einen die deutlich höheren Immobilien-Preise dieser Gegend 💸 und dann die Tatsache, dass unser Toyota den Motortod erlitt, als wir uns gerade auf den Weg dorthin machen wollten. 😖
Das war für uns ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl. (Anmerkung Babs: „Zaunpfahl??? Das war schon eher ein Laternenmast!!! 😂“) Also wurde auch dieser Bereich Portugals von der Liste gestrichen. 😕
Also was blieb? Castelo Branco. 😁
Aber wie empfanden wir die Rückkehr in die Gegend, die wir zuvor unbedingt verlassen wollten und die niemals auf unserer Liste einer möglichen, neuen Heimat stand? 😱

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