Ich dachte, jetzt wird es Zeit, dass ich mich auch mal zu Wort melde:
Huhu, ich bins. Die Babs *wink* 🤣

Ich fand bisher noch nie wirklich DAS Thema, mit dem ich meinen Teil des Blogs starten möchte. Aber vor ein paar Tagen fanden wir hier bei uns ums Eck einen Holunderstrauch (Sambuccus nigra) und ich bekam sofort Lust auf mein Lieblingsgetränk: Hugo!🍹
Den macht man ja bekanntlich mit Holunderblütensirup. Das kann man hier zwar kaufen, aber selbstgemacht ist er doch viel besser. Daher ging ich ans Werk und deshalb habe ich für euch auch gleich ein paar Infos✍ und Fotos📸.

Zunächst ein bisschen Hintergrundgeschichte:

Bei den Kelten galt der Holunder als ein verzauberter Baum🌳, unter dem die Geistwesen wohnten – weswegen man ihn nicht verletzen oder gar abschneiden durfte. Der Baum wurde auch als Tor zur Anderswelt gesehen. Er war ein heiliger Baum, der die Unendlichkeit des Lebens verkörperte. Im druidischen Baumkalender schließt der Holunder das Jahr ab und ist somit Symbol für Tod und Wiedergeburt.
Wir haben auf unserem Grundstück 3 Holunder gepflanzt. Optimalerweise wächst er gern an Gebüschen und Hängen im Schatten. Gedeiht er gut, kann man ableiten, dass der Boden keinen Wassermangel leidet. Das natürliche Vorkommen begrenzt sich auf Europa und Nordasien. Blütezeit🌸 ist Ende Mai bis Juli.
Die Blüten werden mit der gesamten Dolde gesammelt. Will man diese trocknen, legt man sie auf ein Blatt Papier oder Karton aus und bewahrt sie so im Schatten auf. Sind sie trocken, werden die Blüten vorsichtig abgezupft und trocken und lichtgeschützt gelagert. Am Besten in einem alten Schraubglas.
Traditionell verwendet man die Blüten in Form von Tee zur Schweißtreibung. Lecker ist auch das „Hollerkiachal“ (Holunderküchlein – in Pfannenkuchenteig getaucht und in schwimmendem Fett herausgebraten), oder das Holunderblüten-Sirup.
Die Beeren macht man zu sehr leckerer Marmelade (jaaa, ich weiß, dank der EU Konfitüre, aber für mich ist und bleibt das eine Marmelade) – hier Grüße an Doris und Jürgen, die uns in unserer Zeit in Fast-Ostfriesland immer mit megaleckerer HolunderKONFITÜRE versorgt haben.
Man kann die Beeren auch zu einem leckeren Saft verarbeiten (kochen!! dadurch verschwinden die Giftstoffe), welcher gerne bei Erkältungen eingesetzt wird. Da sie leider schnell schimmeln, müssen sie direkt nach der Ernte verarbeitet oder getrocknet werden. Ansonsten verwendet man die Beeren zum Färben (Grau bis Violett).
Soviel zur Theorie.
Nun folgt ein lecker Rezept!

HoLuBlüSi-Zeit😄

Zutaten (für 3,5 Liter Sirup):
ca. 20 Blütendolden
2kg Zucker
Saft von 4 Zitronen ODER 6 Limetten
Gefäß(e) zur Aufbewahrung (zB. Flaschen mit Schraubverschluss)

Zubereitung:
Zuerst suche ich die Dolden nach Tieren ab und entferne sie, falls vorhanden.
Danach schneide ich die dicken Doldenstengel ab, sodass nur noch die feinen Blüten mit den feineren Stengelchen vorhanden sind und gebe diese in eine Schüssel. Die dicken Stengel würden im Sirup einen bitteren Geschmack abgeben!
Nun presse ich die Zitronen/Limetten aus und gebe sie zusammen mit dem Zucker in einen Topf und koche alles auf. Wenn die Zuckermasse kocht, nehme ich den Topf vom Herd und gebe die Blüten hinzu. Anschließend verschließe ich den Topf mit einem Deckel und stelle ihn an einen gleichbleibend warmen und dunklen Ort, an dem er für ca. 2 Tage zum Ziehen ruht.
Nach dem Ruhen siebe ich die Blüten ab und erwärme den Sirup nochmals. In der Zwischenzeit sterilisiere ich mein(e) Gefäß(e) mit heissem Wasser (Achtung – nicht das Glas sprengen!😁) und fülle anschließend den Sirup ein.
Der HoluBlüSi ist sofort gebrauchsfertig!🥂

Eine Flasche voller Süß!
Ich würde mich freuen, wenn ihr mein Rezept nachkocht oder mir erzählt, wie ihr es macht.
Nutzt dazu gerne die Kommentarfunktion unter diesem Artikel oder schreibt mir eine Email. Wenn ihr Tipps habt, was man noch so schönes mit dieser tollen Pflanze anstellen kann, dann teilt es mir gerne mit!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Kochen und bis zum nächsten Mal!
Eure Barbara

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😘

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